„Die Zeit des Übergangs“

Frostige, weiße, kalte Tage hat uns der Februar gebracht. Abenteuer Touren mit Schnee und Eis haben den Hopelser Wald magisch umhüllt. Auch kalte kräftige Winde fegten über das Land. So hartnäckig sich die Kälte hielt, so kräftig und bestimmend waren die Sonnenstrahlen und die ersten Anzeichen für den Vorfrühling. Morgens wenn wir starteten war es hell, noch mehr Vögel waren zu hören und zu sehen, auch Eichhörnchen konnten wir beobachten. 

Nicht nur das Leben da draußen, im Wald schien aus seinem tiefen Schlaf zu erwachen, auch das Leben in uns blühte auf. Die Freude über die Sonne, die Kraft ihrer Wärme, die ersten „Farbtupfer“ die aus dem Boden kamen, die fröhlichen Stimmen aus der Luft weckten auch in uns die Lust wieder aktiver zu werden.

Ein ganz wundervoller Moment, am Rande des Feldes, der Boden war hart und gefroren, die Landschaft weiß vom Frost, der Himmel klar und blau und die Sonne schien. Wir stellten uns alle nebeneinander in Richtung Sonne und schlossen die Augen. Ich fragte die Kinder: „Was fühlt ihr?“ Sie antworteten: „Es ist warm.“ Weiter im Gespräch, „ist es denn wirklich warm und warum ist es warm?“ kamen wir zu dem Ergebnis, dass es bitter kalt war, weil wir ja Winter haben, aber dass es durch die Kraft der Sonne schön warm wurde. Mit diesen erwärmenden Gedanken verbrachten wir zwei Tage auf dem Sonnendurchfluteten Feld und tankten ihre Wärme. 

Im Sinne der Kraft der Wärme geht es weiter mit unserm neuen Thema Feuer. Wo im Alltag finden wir alles Feuer? Oder die Energie des Feuers? Diese Frage geht weit über die Feuerstelle hinaus und wir kommen auch an die Wärme, die Kraft und das Wohlbefinden, was wir uns als Kreis, Gemeinschaft einander geben können. 

Wir haben zu Beginn die Geschichte „wie das Feuer auf die Erde kam“ gelesen, wir haben uns mit Regeln, Gefahren und dem Umgang mit Feuer beschäftigt. 

Dann kam der magische Moment des gemeinsamen Feuer Machens. Wie haben eigentlich früher Menschen Feuer gemacht? Welche Naturmaterialien gibt es die uns helfen Feuer zu machen? Wie fühlt sich das Feuer zuhause? Wir haben etwa 2 Stunden als Gruppe experimentiert und sind eingetaucht in die Kunst des Feuer Machens. Jeder der Gruppe hatte eine Aufgabe dabei. Von Wassereimer aufstellen, Feuerstelle vorbereiten, Holz sammeln, Feuer hüten bis hin zum entzünden des Feuers. Es war eine berührende und erwärmende Reise dieser Gruppe, gemeinsam die Verantwortung dafür übernehmen zu dürfen und am Ende mithilfe eines Streichholzes und Naturmaterialien ein wärmendes Feuer in einer kalten Zeit entzündet zu haben. 


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