„Zeit des Vertrauens und des Kräftesammelns“

Diese Zeit im Jahr beginnen wir oft langsam. Wir kommen an, gehen auf Tour um in Bewegung zu bleiben, erkunden die Gegend um zu sehen was im Wald passiert ist und gucken wo wir stehen, welche Themen gerade dran sind und was im Jahr so ansteht.

Der Wald ist kahl und leer. An manchen Tagen ist es unendlich still. Das erinnert daran, was gerade da draußen passiert. Alles sammelt sich, erneuert sich und ruht im Inneren der Erde um sich langsam darauf vorzubereiten wieder nach außen zu treten. Bis das Leben im Frühling wieder sprießen kann, müssen wir uns aber noch ein bisschen gedulden. So eine Zeit des Stillstands im äußeren („Das Alte ist zu Ende gegangen, doch das Neue liegt noch in unbekannter Ferne“) bereitet oft Unbehagen und trotzdem wissen wir alle wie wichtig der Schlaf ist, um morgens wieder voller Energie in den Tag zu starten. Genau das passiert gerade im Wald. 

Wir hatten ein paar sehr nebelige und frostige Tage. Der Wald war wie eingefroren. Alles, jedes Stück Holz, jede Knospe, die übrig gebliebenen Gräser und Blätter, der Boden, die Pfützen, waren überzogen oder ummantelt von Eis. Das Grün, das Braun, das Grau wurden mit weiß gemischt was den Wald in Pastellfarben glänzen lies. Das laufen über den Waldboden machte lärm dadurch, dass alles gefroren war. Trotz, dass der Wald so licht ist zu dieser Zeit und man eigentlich eine gute Sicht hat, mussten wir uns immer wieder an die Hör- und Sehweite erinnern, innerhalb der wir und aufhalten sollten, weil der Wald auch immer wieder eingehüllt war in dichtem Nebel. 

Auch in diesem Monat ging es wieder um das Wetter, warum ist es eigentlich kalt? Und was hat das mit dem Mond zu tun? Und natürlich auch die Frage, warum haben wir eigentlich keinen Schnee im Winter? Diese frostigen Tage sind eher etwas Besonderes. 

Weiter haben wir uns die Stellen im Wald näher angesehen die im Frühling und Sommer, saftig grün sind und voller Leben stecken. Die Knospen der Bäume beginnen mit den steigenden Sonnenstunden an zu wachsen. Aber nicht alle wachsen gleich oder sehen gleich aus oder sind gleich groß. Welche unterschiede fallen dir auf? Welche der Bäume wird uns wohl das erste grün in den Baumkronen schenken? 

Man muss schon die Aufmerksamkeit darauf richten um wahrzunehmen, dass es ganz langsam wieder heller wird. Die Tage werden wieder länger und auch die Vögel kommen nach und nach wieder und schenken uns ein paar Melodien im Wald. Aber wer sind die eigentlich? Wie erkenne ich sie? Wo wohnen sie? Wie klingt welcher Vogel? Auch hier hilft uns der Lichte Wald auch etwas mehr sehen zu können.  


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