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  • Die Fülle im Herbst

    Was im Frühling noch ein Korn war, liegt uns nun als Nuss, Frucht oder Samenkorn zu Füssen. Bei unseren täglichen Touren füllen wir die Sammelbeutel mit Schätzen des Waldes. Pilze, bunte Blätter, Bucheckern, Nüsse, Eicheln, Zapfen. Auch konnten wir dieses Jahr wieder eine Kiste voll mit Äpfeln sammeln und genießen dann zusammen unseren, daraus gewonnenen Apfelsaft. 

    Wir fühlen noch die letzte Kraft des Sommers, es gibt noch warme, goldene Tage, an denen wir uns ganz unseren Schätzen widmen können. Auch die Tierwelt macht auf sich aufmerksam. Wir entdecken viele Krabbeltiere und bauen ihnen Häuser, wir lauschen den Zugvögeln und verfolgen wohin sie fliegen.

    Doch die Tendenz ist deutlich. Die Sonne, mit ihrer Kraft und das Licht, was unseren Tag erhellt schwindet. Die Tage beginnen mit Nebel, kühleren Temperaturen, feuchten Wiesen, Wind in den Bäumen und einigen kräftigen Regenschauern. 

    Passend zur näher rückenden Dunkelheit ist natürlich die Eule. Die begleitet uns ja nun schon eine Weile und wir haben nun fünfzehn Eulen Spezialisten. Wir haben uns die Eule angesehen und erfühlt, wir haben sie gezeichnet, ausgemalt, mit Worten beschrieben, ihre Stärken gespielt, mit Waldmaterialien gelegt, Geschichten gelesen, aus Holz gebaut, aus Pappe gebastelt. Nun bereiten wir unsere Laternen vor und natürlich werden Eulen die Nacht erleuchten. 

    Passend zu der Fülle der Zeit haben wir gesammelte Schätze sortiert und gezählt. Wie viele Eicheln haben wir? Welche Farben finden wir im Wald? Wie unterscheiden sich die Blätter? Was für Bäume umgeben uns? Was ist größer oder kleiner? Was ist rund oder eckig? Was ist lang oder kurz? Wie unterscheiden sich Pilze? Usw. 

    Unzählige Details können wir entdecken, vergleichen, unterscheiden und diese bieten einen großen Sprachraum.  

  • Wir ernten, was wir säen

    Wir sind in ein neues Kindergartenjahr gestartet und haben unsere neuen Waldameisen in Empfang genommen. Gemeinsam geht es nun auf eine große Reise. Für manche ist es das erste Mal in einer so großen Gruppe mit Kindern und auch die kurzzeitige Lösung zur Familie. Für andere ist das schon Routine. Was für alle neu ist, sind 6 Stunden Waldabenteuer. 

    Einen ganzen Tag im Wald unterwegs zu sein und sich selbst organisieren lernen, in einer neuen Gruppe ankommen, mit ständig wechselndem Boden, Licht und Geräuschen ist schon eine ganz schöne Herausforderung. Hier können wir dann auch erleben was für eine starke Gruppe wir sind und wie gut wir uns alle aufeinander verlassen können. 

    Das passt dann auch ganz gut zu den Kräften, die der August mitbringt. Im August ernten wir, dass was wir im Frühjahr gesät haben. Es ist eine Zeit der Fülle, kräftige Sonnenstunden, reife Früchte und Kornfelder. 

    Wir fühlen, mit kühleren Temperaturen am Morgen, zurückgehenden Sonnenstunden und den ersten gelben Flecken in den dichten Baumkronen, dass es sich ganz langsam in Richtung Herbst bewegt. Es liegt ein kaum sichtbarer Abschied des Sommers in diesem Höhepunkt von Farben, Wärme und Frucht.

    Reife und Vollendung, ist die Energie die dem Monat August innewohnt. 

    Gucken wir uns die Früchte einmal etwas genauer an, erstrahlt eine bunte Ameise auf dem Blütenfest in Wiesmoor, mit einer Gruppe von neuen und alten Waldameisen. Wir sind ein kleiner Verein der gerade einen großen sozialen Zusammenhalt genießt. Eine blühende, bunte Ameise, ein starkes Team aus Kindern, Erziehern und Eltern repräsentieren was wir gesät, gepflegt und geerntet haben. Danke an alle die so tatkräftig dabei unterstützt haben.

    Was die Zeit sonst noch so mit sich brachte waren Spinnen. In welcher Himmelsrichtung spannt die Spinne ihr Netz? Warum klebt die Spinne nicht in ihrem Netz? Wieviele Beine hat eine Spinne? Welche Netzte gibt es? Und weswegen finden wir Spinnen eigentlich oft so furchteinflößend, dass wir uns diese Fragen garnicht stellen? 

    Das Schnitzen hat einen sehr festen Platz in unserem Alltag und darf natürlich auch nicht fehlen.

  • Was für ein Fest

    Im Juni begrüßen wir den Sommer. Die Tage sind Licht durchflutet, die Blumen blühen, die Bäume tragen eine dichte, grüne Blätter Krone, wir genießen Erdbeeren und den Duft von Sommer. 

    In diesem Monat erreichen wir an vielen Punkten den Höhepunkt des Jahres. Den längsten Tag des Jahres, der Sommeranfang, eine Zeit voller Freude und Leichtigkeit, in der wir viel Zeit draußen verbringen und mit Freunden das Leben Genießen. 

    Im Waldkindergarten Alltag kehrt ein bisschen Ruhe ein und der Fokus liegt auf unseren Abschiedsfeiern von den Schulkindern und den Abenteuertouren im Wald. Es ist eine bewegende Zeit für alle. Wir besinnen uns auf die wundervolle gemeinsame Zeit, sammeln und basteln Geschenke und verabschieden uns von einem Teil unserer Gruppe. Wir genießen und müssen gleichzeitig loslassen. 

    Zusammen hatten wir ein wunderschönes Sommer- Zeltfest. Mit den Kinder und ihren Familien sind wir an einem sonnigen Tag zusammengekommen, es gab eine Aktion für alle, eine Wasser schlacht, ein tolles Buffet, eine Lagerfeuer und wir haben viel miteinander gelacht. Ein richtiger Juni, Sommerabend. 

    Im Juli haben wir uns dann in die Ferien verabschiedet. So geht es weiter mit dem Genuss des Sommers. Eine Zeit in der jeder für sich Sein kann und alle ein paar Tage durchatmen können. Manche Reisen und senden Karten nach Hause andere liegen im Garten und schauen den Ameisen beim aufräumen zu. 

  • Der Wald duftet nach Frühling

    Angekommen im Mai, erwachte überall die Kraft des Lebens. Es war warm, der Wald wurde von einem zarten Grün bedeckt, überall wuchsen bunte Blumen und täglich erfreuten wir uns an den kleinen und großen Tieren die unsere Wege kreuzten. Im Wald duftete es nach Frühling und auch die Geräusche in unseren Ohren signalisierten das blühende Leben.

    Der Monat bescherte uns ganz viel Leichtigkeit, Freude und Optimismus. Keine Handschuhe, keine lange Unterwäsche, kein frieren oder verkriechen wollen. Wir wollten raus, haben die zeichnen des Frühlings gesucht, entdeckten jeden Tag neues auf unseren Abenteuertouren, kletterten auf Bäume, spielten ausgelassen miteinander, waren voller Tatendrang und sprudelten voller Idee. Die Farbe des Tages war „grün“ und die Geräusche des Tages waren „Vögel“

    Wir stellten einen Maibaum auf und schmückten ihn so bunt wie der Frühling war, am Basiscamp säten wir eine Blumenwiese und passend zu unserem Feuer / Feuerwehrthema werkelten wir. Durch die Waldarbeiter fanden wir immer reichlich schätze die unsere Kreativität immer wieder ankurbelten. Viele Fahrzeuge und Werkzeuge, passend zum Thema, sind dadurch mit den Kindern entstanden. Mit all dem was daraus entstanden ist, gibt es nun auch mehr Natur-Spielmaterial am Badiscamp. Wie einfach doch alles sein kann. 

    Immer wieder passiert es ,dass wir in der Ferne, Geräusche wahrnehmen. Wenn das keine Tiere waren, keine Waldarbeiter waren, fuhr meist irgendwo eine Landwirtschaftliche Maschine. Dann waren natürlich alle Kinder ganz aufgeregt und wir guckten was dort passiert. Die Kinder können dann auch ziemlich gut erklären was die Landwirte, mit welchem Gefährt gerade tun. 

    Ein kleines Ritual was sich bei uns gefunden hat, ist es dem Wald immer mal wieder eine Kleinigkeit zu schenken. Gemeinsam schnitzen wir über einen längeren Zeitraum einen Vogel und wenn er fertig ist suchen wir ebenfalls gemeinsam einen Ort für Ihn um uns zu bedanken für all die Schätze die wir finden und den Ort / Raum  „Wald den wir so mögen“ 

  • „Die Zeit des Übergangs“

    Frostige, weiße, kalte Tage hat uns der Februar gebracht. Abenteuer Touren mit Schnee und Eis haben den Hopelser Wald magisch umhüllt. Auch kalte kräftige Winde fegten über das Land. So hartnäckig sich die Kälte hielt, so kräftig und bestimmend waren die Sonnenstrahlen und die ersten Anzeichen für den Vorfrühling. Morgens wenn wir starteten war es hell, noch mehr Vögel waren zu hören und zu sehen, auch Eichhörnchen konnten wir beobachten. 

    Nicht nur das Leben da draußen, im Wald schien aus seinem tiefen Schlaf zu erwachen, auch das Leben in uns blühte auf. Die Freude über die Sonne, die Kraft ihrer Wärme, die ersten „Farbtupfer“ die aus dem Boden kamen, die fröhlichen Stimmen aus der Luft weckten auch in uns die Lust wieder aktiver zu werden.

    Ein ganz wundervoller Moment, am Rande des Feldes, der Boden war hart und gefroren, die Landschaft weiß vom Frost, der Himmel klar und blau und die Sonne schien. Wir stellten uns alle nebeneinander in Richtung Sonne und schlossen die Augen. Ich fragte die Kinder: „Was fühlt ihr?“ Sie antworteten: „Es ist warm.“ Weiter im Gespräch, „ist es denn wirklich warm und warum ist es warm?“ kamen wir zu dem Ergebnis, dass es bitter kalt war, weil wir ja Winter haben, aber dass es durch die Kraft der Sonne schön warm wurde. Mit diesen erwärmenden Gedanken verbrachten wir zwei Tage auf dem Sonnendurchfluteten Feld und tankten ihre Wärme. 

    Im Sinne der Kraft der Wärme geht es weiter mit unserm neuen Thema Feuer. Wo im Alltag finden wir alles Feuer? Oder die Energie des Feuers? Diese Frage geht weit über die Feuerstelle hinaus und wir kommen auch an die Wärme, die Kraft und das Wohlbefinden, was wir uns als Kreis, Gemeinschaft einander geben können. 

    Wir haben zu Beginn die Geschichte „wie das Feuer auf die Erde kam“ gelesen, wir haben uns mit Regeln, Gefahren und dem Umgang mit Feuer beschäftigt. 

    Dann kam der magische Moment des gemeinsamen Feuer Machens. Wie haben eigentlich früher Menschen Feuer gemacht? Welche Naturmaterialien gibt es die uns helfen Feuer zu machen? Wie fühlt sich das Feuer zuhause? Wir haben etwa 2 Stunden als Gruppe experimentiert und sind eingetaucht in die Kunst des Feuer Machens. Jeder der Gruppe hatte eine Aufgabe dabei. Von Wassereimer aufstellen, Feuerstelle vorbereiten, Holz sammeln, Feuer hüten bis hin zum entzünden des Feuers. Es war eine berührende und erwärmende Reise dieser Gruppe, gemeinsam die Verantwortung dafür übernehmen zu dürfen und am Ende mithilfe eines Streichholzes und Naturmaterialien ein wärmendes Feuer in einer kalten Zeit entzündet zu haben. 

  • „Zeit des Vertrauens und des Kräftesammelns“

    Diese Zeit im Jahr beginnen wir oft langsam. Wir kommen an, gehen auf Tour um in Bewegung zu bleiben, erkunden die Gegend um zu sehen was im Wald passiert ist und gucken wo wir stehen, welche Themen gerade dran sind und was im Jahr so ansteht.

    Der Wald ist kahl und leer. An manchen Tagen ist es unendlich still. Das erinnert daran, was gerade da draußen passiert. Alles sammelt sich, erneuert sich und ruht im Inneren der Erde um sich langsam darauf vorzubereiten wieder nach außen zu treten. Bis das Leben im Frühling wieder sprießen kann, müssen wir uns aber noch ein bisschen gedulden. So eine Zeit des Stillstands im äußeren („Das Alte ist zu Ende gegangen, doch das Neue liegt noch in unbekannter Ferne“) bereitet oft Unbehagen und trotzdem wissen wir alle wie wichtig der Schlaf ist, um morgens wieder voller Energie in den Tag zu starten. Genau das passiert gerade im Wald. 

    Wir hatten ein paar sehr nebelige und frostige Tage. Der Wald war wie eingefroren. Alles, jedes Stück Holz, jede Knospe, die übrig gebliebenen Gräser und Blätter, der Boden, die Pfützen, waren überzogen oder ummantelt von Eis. Das Grün, das Braun, das Grau wurden mit weiß gemischt was den Wald in Pastellfarben glänzen lies. Das laufen über den Waldboden machte lärm dadurch, dass alles gefroren war. Trotz, dass der Wald so licht ist zu dieser Zeit und man eigentlich eine gute Sicht hat, mussten wir uns immer wieder an die Hör- und Sehweite erinnern, innerhalb der wir und aufhalten sollten, weil der Wald auch immer wieder eingehüllt war in dichtem Nebel. 

    Auch in diesem Monat ging es wieder um das Wetter, warum ist es eigentlich kalt? Und was hat das mit dem Mond zu tun? Und natürlich auch die Frage, warum haben wir eigentlich keinen Schnee im Winter? Diese frostigen Tage sind eher etwas Besonderes. 

    Weiter haben wir uns die Stellen im Wald näher angesehen die im Frühling und Sommer, saftig grün sind und voller Leben stecken. Die Knospen der Bäume beginnen mit den steigenden Sonnenstunden an zu wachsen. Aber nicht alle wachsen gleich oder sehen gleich aus oder sind gleich groß. Welche unterschiede fallen dir auf? Welche der Bäume wird uns wohl das erste grün in den Baumkronen schenken? 

    Man muss schon die Aufmerksamkeit darauf richten um wahrzunehmen, dass es ganz langsam wieder heller wird. Die Tage werden wieder länger und auch die Vögel kommen nach und nach wieder und schenken uns ein paar Melodien im Wald. Aber wer sind die eigentlich? Wie erkenne ich sie? Wo wohnen sie? Wie klingt welcher Vogel? Auch hier hilft uns der Lichte Wald auch etwas mehr sehen zu können.  

  • „Bezaubernd und strahlend ist der Abschied von der Fülle der Natur“

    Die Sonnenstunden werden immer kürzer, immer öfter starten unsere Tage mit dichtem Nebel, wir fragen wieder nach Handschuhen und Gummistiefel dürfen auch nicht fehlen. 

    Doch haben wir die letzten goldenen und warmen Herbsttage in vollen Zügen ausgekostet.

    Die Felder wurden bearbeitet und wir haben regelmäßig den Treckern auf den Feldern zugesehen. Wir freuten uns sehr über goldenen Maiskolben zum Spielen. Aber nicht nur auf unseren Feldern gab es reichlich zu ernten. Auch der Wald hat uns reich beschenkt mit Schätzen. Kastanien, Bucheckern, Eicheln, Pilze, buntes Laub, sichtbare Spinnennetze, feuchte Wiesen und viele verschiedene Zapfen.

    Auch die Waldarbeiter waren aktiv und wir beobachteten wie sie mit ihren Maschinen den Wald bearbeiteten. Wir untersuchten ihre Spuren, wo kam das Fahrzeug her, wo fuhr es hin? Wir zählten die Jahresringe auf den Scheiben oder Baumstümpfen, sammelten Schätze zum Basteln und folgen dem Duft von Harz im Wald. 

    Das Wetter und die Jahreszeit haben uns immer wieder beschäftigt. Was ist eigentlich Nebel und wo kommt er her? Warum ist es eigentlich so Windig im Herbst? Wie entsteht Wind? Wie kommt die Farbe in die Blätter und warum wirft der Baum sie ab? 

    In der dunkleren Jahreszeit machen wir es uns auch immer wieder gemütlich mit warmem Tee, Kerzen und einem Feuer. Wir haben uns auf unsere Laternenfest vorbereitet mit selbstgebastelten Dosenlaternen. Mit einem Akkuschrauber und ungefähr 10 Millionen Löchern konnten wir, wie ein funkelnder- glitzer- Laternenumzug durch den Wald spazieren und singen. Dank einer Spende, konnten wir mit den Kindern 20 Kürbisse schnitzen, die unsern Weg durch den Wald zum Bauwagen beleuchtet haben. Am Bauwagenplatz angekommen, erfreuten wir uns am gemeinsamen Singen und einem Schattentheater. Mit Lagerfeuer, Stockbrot und einem gemeinsam vielseitig gefüllten Tisch ging ein warmes, fröhliches, leuchtendes Fest zu Ende. 

  • Laternenfest 2023

    Auch in diesem Jahr durften wir den Wald mit tollen Liedern beschallen und selbstgebastelten Pilzlaternen erhellen. Nach einer tollen Schattentheater Aufführung der Erzieherinnen, konnte der Abend dann gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot und Leckereinen von Pizzaschnecken über Clementinen und Keksen seinen Ausklang finden.

  • Restauration des Bauwagens

    Nach der Fertigstellung des Basiscamps, steht nun die Standortverlegung an. Dafür zieht der Bauwagen um. Wie fast bei jedem Umzug, steht eine Renovierung an. Daher ist der Bauwagen erstmal aus dem Wald ausgezogen.

    Zum Schleifen und streichen konnten wir den Bauwagen in Bentstreek in einer Halle unterstellen. Vielen lieben Dank nochmal dafür!! So sah der Bauwagen aus, bevor handangelegt wurde.

    Nach zwei Samstagen und fleißigen Helfern und Helferinnen waren wir dann fertig. Nun muss der Bauwagen nur noch auf seinem neuen Platz einziehen. Dies soll in den ersten Monaten des neuen Jahres 2024 passieren.